Dienstag, 27. Dezember 2011

Oh, du schöne Weihnachtszeit! Teil 1

Weihnachten in Amerika. Dazu fällt mir eigentlich nur ein Wort ein: INSANE!! Was soviel heißt wie: Der völlige Irrsinn!

Es gibt zu viele Geschenke, zu viel Essen, zu viel Verwandtschaft, zu viel Lärm, zu viele Wahnsinn.

Aber ich will mal von vorne anfangen.

Bei uns ging es schon am Samstag morgen los. Eigentlich kommt Santa hier in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember, aber aus mehreren Gründen ist er für uns schon einen Tag eher gekommen. Freitags (nachdem ich – natürlich wie immer auf den letzten Drücker – meine Geschenke zusammen hatte) haben Alliosn, James und ich erst einmal die Berge an Geschenke runtergeschleppt und diese dann mehr oder weniger dekorativ um den Baum drapiert haben. Immer mit der Angst, dass Alex plötzlich wach wird und sieht, dass wir in Wirklichkeit Santa sind und auch wir die Kekse, Milch und Candy Cane essen (die für Santa und Rudolf gedacht sind).
Als das vollbracht war, sagt Alliosn zu mir: „Mensch, das sind ja viel weniger Geschenke als ich gedacht habe. Oder was meinst du, Rike?“ „Ehm... ich habe noch nie in meinem Leben so viele Geschenke auf einmal gesehen!“ (Ich kann jetzt keine genaue Zahl nennen, aber es waren eine menge!!! Viele, viele Geschenke für die kleine Kinder. Und riesig!)
Nachdem das festgestellt wurde, gings auch schnell ins Bett. Wir hatten die Befürchtung, dass Alex um 5 Uhr wach wird und es dann ans auspacken geht.
Um 6.20 Uhr höre ich schließlich ein aufgeregtes klopfen an meiner Tür, gefolgt von einer noch aufgergeteren kleinjungen Stimme die sagt: „Rike!!!! Wake up!!!!! There are presents underneath the tree! SANTA WAS HERE AND HE BROUGHT ME A HUGE NUTCRAKCKER!!!!!!!!!!!!! Wake up, QUICK!!“ („Rike!!! Wach auf!!!! Unter'm Baum liegen Geschenke! SANTA WAR DA UND ER HAT MIR EINEN RIESIGEN NUSSKNACKER GEBRACHT!!!!!! Wach auf, SCHNELL!!“)
Als ich die Tür aufmache hüpft er aufgeregt wie ein kleiner Flummi auf und ab und zeigt nach unten auf die Geschenke.
Gut, also ist das wohl mein Zeichen um wach zu werden und wenigstens genauso aufgeregt zu sein wie Alex. Ich glaube nicht, dass ich das ganz geschafft habe... Aber es war einfach zu früh.
Unten ging es dann ans auspacken. Ich habe mit einer 3stündigen Prozedur gerechnet, waren aber doch nur 2 Stunden. Man kann sich ja mal verschätzen.
Ich fand das ganze ziemlich gemütlich, schön im Schlafanzug sitzen, draußen ist es noch ganz dunkel und ruhig und man packt ca. 200 Geschenke aus. Pro Person. :D
Ich habe keine Ahnung, was an diesem Samstag morgen ausgepackt wurde. Es war einfach zu viel. Wobei es noch wenig war im Vergleich zu Sonntag Mittag. Ich selber habe auch ganz viel bekommen, die Liste ist aber zu lang zum aufschreiben. Ich sage einfach, alles war ein Treffer und noch nie in meinem Leben habe ich so viele Geschenke an Weihnachten bekommen – jedenfalls kann ich mich nicht erinnern.
Nachdem alles ausgepackt war, wurde ein Teil der neuen Geschenke direkt mal ausgetestet. Irgendwann bin ich dann hoch und hab mit zu hause geskypt. Also war ich bei allem dabei und ich denke, dass ich beim Essen nichts verpasst habe. Nächstes Jahr gibt es bitte wieder Fondue und Raclette. Traditionen muss man pflegen! :D
Im Laufe des Tages sind dann schon James' Vater + Schwester eingetrudelt und abends haben wir chinesisch bestellt. Damit fing dann das große Fressen an. Und ging bis heute :D

Ich muss jetzt zugeben, dass ich gerade zu faul bin über Sonntag und Montag zu schreiben. Also mache ich eine Pause und erzähl morgen weiter. Aber auf meiner Fotoseite kann man schon die ersten Bilder von Weihnachten bewundern. Inklusive Geschenkeberg Nummer 1.

Bis Neulich!

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