Hier der versprochene zweite Teil vom amerikanischen Weihnachten.
Nachdem ich Samstag überlebt habe, konnten Sonntag und Montag kommen. Wenn ich nur schon im vorraus gewusst hätte, was am Sonntag passiert... Das wäre gut gewesen!
Sonntag gegen 10.30 Uhr standen James' Mutter und Stiefvater vor der Tür und damit waren wir komplett. Wir waren also 7 Erwachsene und 3 Kinder. Also im endeffekt sollte ich an eine 10-Personen Geräuschkulisse gewöhnt sein. Aber entweder bin ich schon völlig verweichlicht oder die haben wirklich Lärm für 100 gemacht. Es war furchtbar! (Jetzt weiß ich auch, warum mir zum Alkohol an diesem Tag geraten wurde. ;)) Und der Geschenkeberg hätte ebenfalls locker für 100 Personen gereicht! Das war einfach der Wahnsinn was da angeschleppt wurde. Hier mal ein paar Bilder, die das ganze hoffentlich etwas verdeutlichen.
Hinter den Tüten auf dem ersten Bild sind nochmal Geschenke gewesen! Und in den riesen, schwarzen Müllsäcken waren tausende und abertausende Geschenke für die 3 Kinder! Teilweise waren Menschen von Geschenkenbergen verschüttete gewesen. Schlimm war das!
Gut, nachdem wieder einmal stundenlang ausgepackt wurde (Alliosn hat irgendwann aufgegeben und gesagt, die Sachen für die Babies packt sie später aus, da denen das eh völlig egal ist), hieß es: Essen fassen! Das gefällt mir. Was gab es?`Völlig intraditionell gab es italienisch - ich fand das Spitze, denn gibt es etwas besseres als Pasta und Sauce?! Richtig, gibt es nicht.
Außerdem gab es zum Nachtisch Tonnen an Kekse, Schokolade und meine geliebte Herrencreme, die ich gezaubert habe. (Ich hab mir Massen an Herrencreme reingeschaufelt, bis ich dachte, das ich jetzt besser rollen als laufen kann.)
Es war mittlerweile 6 Uhr und ich habe nur noch gehofft, dass bitte, bitte alle endlich das Haus wieder verlassen und Ruhe einkehrt. Aber wie das so ist, das was man will lässt gerne auf sich warten... Ich habe irgendwann aufgegeben, mich verabschiedet und bin auf mein Zimmer verschwunden. Zu viel ist zu viel. :D
Nach einer Mütze schlaf war ich bereit für Montag, Weihnachtstag 2 und somit war ein Ende in Sicht! An dem Tag ist die ganze Familie von Allison bei uns eingefallen, was bedeutet, dass wir weit aus mehr Leute waren als am Sonntag. Wie viel? Keine Ahnung. Viele halt.
Die sind alle zwischen 11 und 12 Uhr eingetrudelet und jeder hat was zu essen mitgebracht. Also Hungern musste ich auch am Montag nicht!
Natürlich hat jeder Geschenke mitgebracht, aber erstaunlicher weise waren das gar nicht so viele wie die Tage davor (trotz weitaus mehr Besuch. Aber das könnte daran liegen, dass die Erwachsenen unter sich Wichteln und sonst nichts. Ok, und fast jeder hatte noch was für Alex, Henry und Arthur dabei. Aber auch das hielt sich erstaunlicher weise in Grenzen.)
Als alle angekommen sind, wurde erstmal gegessen. Es gab lecker Stuffing, Truthahn, Fleisch, Pasta, Gemüse, überbackenen Auberginen, Sauce und noch so einiges mehr!
Nachdem Essen wurde zum großen Familienfoto aufgerufen und ich hab mich ganz geschickt in die letzte Reihe gedrängelt, schön weit weg vom Rampenlicht. Clever von mir! Das ganze war ziemlich unterhaltsam, weil das ja mit Selbstauslöser gemacht wurde und man somit gefühlte 10 Minuten mit angeklebten Lächeln da stand, oder irgendwer hat was lusitges gesagt, wodurch alle loslachen mussten und somit die ganze Prozedur von vorne anfing. Aber ich glaube, man hat etwas mehr oder weniger akzeptables hinbekommen. Sogar die Babies waren artig und haben nicht geweint.
Gut, Familienfoto: CHECK! fehlte nur noch Santa! Der hat seinen Besuch auch angekündigt und auf den hat Alex natürlich schon gewartet.
Als besagter Gast anklingelte war er völlig aus dem Häuschen und hat ihm die Tür aufgerissen und ihm sogar ganz mutig einen Peanutbutter Cookie geholt.
Auch die Santa-Geschichte ging nicht ohne Lacher über die Bühne. Santa wurde aufgezogen, dass er doch ganz schön dürr geworden ist und ob es ihm gut geht (Santa wird von Allisons Burder gespielt, und was soll ich sagen? Um einen glaubwürdigen Santa abgeben zu können, fehlt ihm das ein oder andere Kilochen).
Nachdem alle Geschenke verteilt waren - wo Alex wieder einmal der Gewinner war! - wurden nacheinander die Wcihtelgeschenke ausgepackt. Ich habe einen schicken Schal von H&M bekommen und einen Gutschein für Panera Bread - YES!
Jetzt neigte sich der letzte Weihnachtstag dem Ende zu und so langsam leerte sich das Haus. Nur Allison's Eltern und Bruder sind über Nacht geblieben. Was war das herrlich ruhig als alle weg waren. Ein Traum! (Wobei sich die Meute wesentlich besser unter Kotrolle hat, als die von Sonntag. Es war bei weitem nicht so laut, obwohl wir viel mehr Leute waren. Ich weiß auch nicht, wie das sein kann. Aber ich fand's gut so.)
Da Alex eine Wii (jaaaa, ein knapp 4jähriger bestizt jetzt eine Wii... Verrückt, ich weiß) bekommen hat, wurde die noch schnell angeschlossen und ausgetesten. Und super wars. Vorallem weil Alex völlig enttäuscht war, das Mario (von dem Spiel Mario Bros.) am Ende nicht "This is so nice!" sagt, so wie er das auf seinem DS (jaaa, einen Nintendo DS bestizt das Kind auch...) sagt.
So, das war dann also Weihnachten auf amerikanisch. Meiner Meinung nach übertreiben die es hier ja völlig was die Geschenke angeht! Das ist einfach zu viel. Ich weiß nicht, wann wir jemals die Gelgenheit bekommen, mit all den Spielsachen zu spielen. Ich glaube NIE! Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass Alex keinen Plan hat, was er überhaupt alles bekommen hat. Aber Allison meint auch, dass das zu viel ist und im Endeffekt nur ihre geliebte Schwiegermutter daran Schuld ist, weil die immer völlig durchdreht bei den Geschenken. :D Und da könnte sie sogar recht haben...
Guten Morgen Deutschland,
Gute Nacht Amerika!
PS: Noch mehr Foto's von Weihnachten sind online.
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